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USA: CLARITY Act könnte neue Regeln für Kryptowährungen bringen

13.08.2026 · 08:30

Die USA könnten einen wichtigen Schritt hin zu einem umfassenden Regelwerk für Kryptowährungen machen. Der sogenannte CLARITY Act soll klarer festlegen, wie digitale Vermögenswerte regulatorisch eingeordnet werden und welche Behörden für ihre Aufsicht zuständig sind. Nach Fortschritten im Senatsausschuss wurde die weitere Entscheidung auf die Zeit nach der Augustpause verschoben.

Was ist der CLARITY Act?

Der Digital Asset Market Clarity Act soll einen bundesweiten Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen. Ein zentraler Punkt ist die Frage, wann ein digitaler Vermögenswert regulatorisch als Wertpapier und wann als digitale Commodity behandelt wird.

Damit soll zugleich klarer abgegrenzt werden, welche Aufgaben bei der US-Börsenaufsicht SEC und welche bei der Rohstoffaufsicht CFTC liegen. Für Kryptounternehmen und Anleger könnte ein solches Regelwerk mehr Rechtssicherheit schaffen.

Senatsausschuss stimmt für den Gesetzentwurf

Der Bankenausschuss des US-Senats stimmte am 14. Mai 2026 mit 15 zu 9 Stimmen dafür, den CLARITY Act weiterzuführen. Der Entwurf ging damit an das Plenum des Senats.

Zu einer abschließenden Abstimmung kam es vor der Augustpause jedoch nicht. Anfang August leitete der republikanische Mehrheitsführer John Thune einen Verfahrensschritt ein, der eine wichtige Abstimmung nach der Rückkehr des Senats im September ermöglichen soll.

Warum ist das Gesetz umstritten?

Trotz der Zustimmung im Ausschuss sind wichtige Fragen weiterhin politisch umkämpft. Dazu gehören unter anderem Verbraucherschutz, die Abgrenzung der Zuständigkeiten von SEC und CFTC, Regeln für Kryptounternehmen und mögliche Auswirkungen auf klassische Banken.

Auch ethische Fragen rund um Krypto-Beteiligungen politischer Amtsträger spielen in den Verhandlungen eine Rolle. Für eine erfolgreiche Abstimmung im Senat dürfte deshalb weiterhin parteiübergreifende Unterstützung notwendig sein.

Was könnte der CLARITY Act für den Kryptomarkt bedeuten?

Ein einheitlicheres Regelwerk könnte für Unternehmen klarer definieren, welche Anforderungen für bestimmte digitale Vermögenswerte und Dienstleistungen gelten. Das könnte insbesondere für Kryptobörsen, Broker und andere Anbieter relevant sein, die auf dem US-Markt tätig sind.

Für Anleger wäre vor allem interessant, ob neue Regeln zu transparenteren Anforderungen an Handelsplattformen, Verwahrung und Kundenschutz führen. Die genaue Wirkung hängt allerdings von der endgültigen Fassung des Gesetzes und den späteren Umsetzungsregeln der Aufsichtsbehörden ab.

Unterschiede zu Europa

Während die Europäische Union mit MiCA bereits einen gemeinsamen regulatorischen Rahmen für Kryptowerte geschaffen hat, arbeiten die USA weiterhin an einer umfassenden Marktstruktur für digitale Vermögenswerte. Die beiden Ansätze sind nicht unmittelbar vergleichbar, zeigen aber, dass die Regulierung des Kryptomarktes international zunehmend konkreter wird.

Für international tätige Kryptobörsen ist diese Entwicklung besonders relevant. Begriffe wie Kryptowährung, Stablecoin und Token können regulatorisch unterschiedlich behandelt werden.

Wie geht es weiter?

Der CLARITY Act ist noch kein geltendes Recht. Nach der Augustpause soll der Senat das Gesetzgebungsverfahren fortsetzen. Für eine Verabschiedung sind weitere politische Mehrheiten erforderlich; außerdem müssten unterschiedliche Gesetzesfassungen gegebenenfalls noch miteinander abgestimmt werden.

Quellen

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar.

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