Kryptobörsen-Test · Aktualisiert am 14.08.2026

Bitstamp Test

Seit 2011 aktive internationale Kryptobörse, heute Teil von Robinhood. Bitstamp Europe S.A. besitzt eine MiCA/CASP-Zulassung in Luxemburg und kann die genehmigten Kryptodienstleistungen über den EWR-Pass auch in Deutschland anbieten.

Keine Anlageberatung · Anbieterangaben und Gebühren können sich ändern

Warum Du diesem Test vertrauen kannst

  • Bewertung nach einer veröffentlichten, einheitlichen Testmethodik
  • Affiliate-Partnerschaften beeinflussen den KryptoImpuls-Score nicht
  • Aktualisierungsdatum und verwendete Quellen werden dokumentiert

Bitstamp im Quick Check

SEPAverfügbar
Sparplanverfügbar
Stakingverfügbar
Mobile Appverfügbar
2FAverfügbar
APIverfügbar

Kurzfazit

Bitstamp ist eine der am längsten aktiven Kryptobörsen und für deutsche Nutzer vor allem wegen der MiCA-regulierten Bitstamp Europe S.A. interessant. Positiv fallen die lange Betriebshistorie, die klare EWR-Regulierung, klassische Orderbuch-Funktionen, API-Zugang und die Trennung von Kunden- und Unternehmensvermögen auf. Seit Juni 2025 gehört Bitstamp zu Robinhood. Bei der Sicherheitsbewertung gehört der Hack von 2015 transparent dazu; zugleich hat Bitstamp danach seine Infrastruktur und Verwahrungsprozesse deutlich weiterentwickelt. Die Gebühren sind volumenabhängig und sollten unmittelbar vor dem Handel im aktuellen Fee Schedule geprüft werden.

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • MiCA/CASP-Zulassung der Bitstamp Europe S.A. durch die CSSF in Luxemburg
  • EWR-Pass umfasst auch Deutschland
  • Seit 2011 aktiv und damit eine der ältesten noch betriebenen großen Kryptobörsen
  • Seit Juni 2025 Teil von Robinhood Markets
  • Klassischer Spot-Handel mit Orderbuch und professioneller API
  • Perpetual Futures für berechtigte EU-Nutzer seit 2026 verfügbar
  • SEPA-Unterstützung für Euro-Zahlungen
  • Krypto-Auszahlungen auf eigene Wallets möglich
  • Kundenassets laut Anbieter getrennt vom Unternehmensvermögen und 1:1 verwahrt
  • Großer Anteil der Kryptoassets nach Anbieterangaben in Cold Storage
  • 2FA, Whitelisting und weitere Kontosicherheitsfunktionen

Nachteile

  • Gebührenstruktur volumenabhängig und dadurch weniger einfach als ein pauschaler Festpreis
  • Aktuelle Gebühren und Auszahlungsentgelte müssen je nach Produkt und Zahlungsweg geprüft werden
  • Kein öffentlicher Proof-of-Reserves-Nachweis wie bei einigen Wettbewerbern
  • Kryptowerte unterliegen keiner gesetzlichen Einlagensicherung
  • Historischer Hack im Januar 2015 mit Verlust von etwas weniger als 19.000 BTC aus operativen Wallets
  • Produkte wie Perpetual Futures sind komplex und nicht für jeden Nutzer geeignet
  • Funktionsumfang und Produktverfügbarkeit können je nach EWR-Land und regulatorischem Status abweichen

Gebühren

Bitstamp verwendet für den Spot-Handel ein volumenabhängiges Gebührenmodell. Maßgeblich sind unter anderem das Handelsvolumen und die jeweils aktuelle Gebührenstufe. Vor einer Order sollte deshalb das aktuelle offizielle Fee Schedule geprüft werden. Zusätzlich zur Handelsgebühr entstehen der marktbedingte Bid-/Ask-Spread und bei größeren Orders möglicherweise Slippage. Auch Gebühren für Fiat- und Krypto-Auszahlungen können sich nach Zahlungsweg, Asset und Netzwerk unterscheiden.

KaufSpot-Handel: volumenabhängige Maker-/Taker-Gebühr; endgültige Kosten hängen zusätzlich von Spread und Orderart ab
VerkaufSpot-Handel: volumenabhängige Maker-/Taker-Gebühr; endgültige Kosten hängen zusätzlich von Spread und Orderart ab
MakerVolumenabhängig nach aktuellem Bitstamp Fee Schedule; höhere Handelsvolumina können günstigere Stufen erreichen.
TakerVolumenabhängig nach aktuellem Bitstamp Fee Schedule; höhere Handelsvolumina können günstigere Stufen erreichen.
AuszahlungFiat- und Krypto-Auszahlungsgebühren sind zahlungsweg-, asset- und netzwerkabhängig; aktuelle Werte vor Auszahlung im offiziellen Fee Schedule prüfen
SpreadZusätzlich zur Handelsgebühr entsteht im Orderbuch der marktbedingte Bid-/Ask-Spread; bei geringer Liquidität kann außerdem Slippage auftreten

Sicherheit und Regulierung

Bitstamp Europe S.A. besitzt eine MiCA/CASP-Zulassung der CSSF. Bitstamp erklärt, Kundenassets getrennt vom Unternehmensvermögen und Kryptoassets 1:1 in Verwahrung zu halten. Nach Anbieterangaben wird der überwiegende Teil der Kryptoassets offline verwahrt. Zu den Kontosicherheitsfunktionen gehören unter anderem Zwei-Faktor-Authentifizierung, Auszahlungsbestätigungen und Whitelisting. Historisch muss der Sicherheitsvorfall von 2015 berücksichtigt werden: Operative Wallets wurden kompromittiert und etwas weniger als 19.000 BTC entwendet. Bitstamp setzte den Dienst vorübergehend aus, baute die Infrastruktur neu auf und führte zusätzliche Schutzmaßnahmen ein.

Bedienung und Kontoeröffnung

Bitstamp richtet sich sowohl an private Anleger als auch an aktive und institutionelle Trader. Webplattform und mobile App ermöglichen den klassischen Kauf und Verkauf von Kryptowährungen; für erfahrenere Nutzer stehen Orderbuch, verschiedene Ordertypen und API-Anbindung zur Verfügung. Das Angebot ist vergleichsweise handelsorientiert. Komplexe Produkte wie Perpetual Futures sollten nur genutzt werden, wenn Funktionsweise, Margin und Liquidationsrisiken verstanden werden.

Handelsangebot und Funktionen

Zum Angebot gehören Spot-Handel, Webplattform, mobile App, API-Zugang und Auszahlungen auf externe Wallets. Seit April 2026 bietet Bitstamp by Robinhood außerdem Krypto-Perpetual-Futures für berechtigte institutionelle und private EU-Nutzer an; zum Start wurden unter anderem BTC, ETH, SOL, DOGE und XRP unterstützt. Die verfügbare Coin- und Produktpalette verändert sich laufend und kann regional unterschiedlich sein.

Kundenservice

Bitstamp stellt ein Online-Hilfecenter und Supportkanäle für Kunden bereit. Die Plattform ist international ausgerichtet; deutschsprachige Nutzer sollten nicht davon ausgehen, dass jede Support- oder Produktinformation vollständig auf Deutsch verfügbar ist. Bei regulatorischen Fragen ist entscheidend, welcher Bitstamp-Rechtsträger den konkreten Dienst erbringt.

Für wen eignet sich Bitstamp?

Ideal geeignet für

  • Nutzer, die eine langjährig etablierte Kryptobörse mit MiCA-regulierter EWR-Gesellschaft suchen
  • Anleger, die klassischen Spot-Handel und Auszahlungen auf eine eigene Wallet nutzen möchten
  • Aktivere Trader, die Orderbuch und API benötigen
  • EWR-Nutzer, die Euro-Zahlungen per SEPA verwenden möchten
  • Erfahrene berechtigte Nutzer, die zusätzlich Perpetual Futures benötigen

Weniger geeignet für

  • Nutzer, die ein vollständig pauschales und besonders leicht vergleichbares Gebührenmodell wünschen
  • Anleger, die zwingend einen öffentlichen Proof-of-Reserves-Nachweis erwarten
  • Absolute Einsteiger, die ausschließlich eine sehr reduzierte Kaufoberfläche benötigen
  • Nutzer, die eine gesetzliche Einlagensicherung für ihre Kryptowerte erwarten
  • Anleger, die grundsätzlich keinen Anbieter mit historischem Sicherheitsvorfall nutzen möchten

Bewertung im Detail

Sicherheit9090/100
Gebühren8686/100
Bedienung8989/100
Funktionen8888/100
Ein-/Auszahlung9191/100
Support8484/100
Transparenz9393/100

Häufige Fragen

Ist Bitstamp in Deutschland beziehungsweise im EWR MiCA-reguliert?

Ja. Bitstamp Europe S.A. ist von der CSSF in Luxemburg als Crypto-Asset Service Provider nach MiCA zugelassen. Zusammen mit dem europäischen Passport kann das Unternehmen die genehmigten Kryptodienstleistungen auch in anderen EWR-Staaten einschließlich Deutschland anbieten.

Wem gehört Bitstamp?

Robinhood Markets, Inc. schloss die Übernahme von Bitstamp am 2. Juni 2025 ab. Bitstamp wird seitdem als Bitstamp by Robinhood positioniert. Für EWR-Kryptodienstleistungen bleibt der jeweils zuständige regulierte Bitstamp-Rechtsträger entscheidend.

Wie schützt Bitstamp Kundenassets?

Bitstamp erklärt, Kundenvermögen getrennt vom Unternehmensvermögen und Kryptoassets 1:1 zu halten. Ein großer Teil der Kryptoassets wird nach Anbieterangaben offline verwahrt. Zusätzlich werden unter anderem 2FA, Whitelisting, Auszahlungsbestätigungen und spezialisierte Verwahrungspartner eingesetzt. Dies beseitigt Sicherheits- und Gegenparteirisiken jedoch nicht vollständig.

Gab es bei Bitstamp einen Hack?

Ja. Am 4. Januar 2015 wurden operative Wallets kompromittiert und etwas weniger als 19.000 BTC entwendet. Bitstamp setzte den Betrieb vorübergehend aus und erklärte, die vor der Aussetzung bei Bitstamp gehaltenen Kunden-Bitcoins seien vollständig sicher und würden in voller Höhe anerkannt. Anschließend wurde die Infrastruktur neu aufgebaut und um zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergänzt.

Fazit

Bitstamp ist für deutsche und andere EWR-Nutzer vor allem durch seine lange Marktpräsenz und die MiCA-Zulassung der luxemburgischen Bitstamp Europe S.A. interessant. Die Börse bietet klassischen Spot-Handel, API-Zugang, SEPA und Auszahlungen auf eigene Wallets; für berechtigte EU-Nutzer kamen 2026 Perpetual Futures hinzu. Positiv sind die klare Regulierung und die nach Anbieterangaben getrennte 1:1-Verwahrung der Kundenassets. Der Hack von 2015 bleibt ein relevanter historischer Punkt und wird in der Bewertung nicht ausgeblendet. Da Gebühren und Auszahlungsentgelte volumen- beziehungsweise produktabhängig sind, sollten Nutzer vor jeder Entscheidung das aktuelle Fee Schedule prüfen. Insgesamt ist Bitstamp besonders für Nutzer interessant, die eine etablierte, handelsorientierte und in der EU regulierte Börse suchen.

Quellen

Risikohinweis: Kryptowährungen unterliegen hohen Wertschwankungen. Ein vollständiger Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich. Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar.
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