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US-Kryptoregulierung verzögert sich: SEC verschiebt neue Regeln

16.08.2026 · 19:27

Die Regulierung von Kryptowährungen in den USA kommt derzeit langsamer voran. Die US-Börsenaufsicht SEC hat eine für den 14. August 2026 geplante Sitzung kurzfristig verschoben. Bei dem Treffen sollte über den Vorschlag neuer kryptobezogener Regeln abgestimmt werden. Gleichzeitig ist auch der CLARITY Act im US-Senat vorerst ins Stocken geraten.

SEC verschiebt Abstimmung über neue Kryptoregeln

Die SEC teilte am 13. August mit, dass die geplante Sitzung wegen eines unerwarteten Terminproblems verlegt werde. Ein neuer Termin wurde zunächst nicht genannt.

Bei der Sitzung sollte die Behörde darüber abstimmen, ob neue Ausnahmeregelungen vorgeschlagen werden. Diese könnten es Krypto-Start-ups unter bestimmten Voraussetzungen ermöglichen, Kapital aufzunehmen, ohne sämtliche traditionellen Vorgaben für Wertpapierangebote erfüllen zu müssen.

Neue Linie unter SEC-Chef Paul Atkins

Unter SEC-Chef Paul Atkins verfolgt die Behörde einen anderen Ansatz gegenüber digitalen Vermögenswerten als unter der vorherigen Führung. Atkins hatte unter anderem einen möglichen Safe Harbor für Token-Verkäufe sowie eine speziell auf junge Kryptounternehmen zugeschnittene Ausnahme in Aussicht gestellt.

Darüber hinaus arbeitet die SEC an einer sogenannten Innovation Exemption. Sie soll Unternehmen ermöglichen, neue Geschäftsmodelle mit digitalen Vermögenswerten unter angepassten regulatorischen Bedingungen zu erproben. Welche Regeln am Ende tatsächlich beschlossen werden, ist noch offen.

Auch der CLARITY Act verzögert sich

Parallel dazu kommt auch ein wichtiges Gesetzesvorhaben zur US-Kryptoregulierung langsamer voran. Der US-Senat ging in seine fünfwöchige Augustpause, ohne den CLARITY Act weiterzubringen.

Der Gesetzentwurf soll einen bundesweiten Rechtsrahmen für digitale Vermögenswerte schaffen. Dabei geht es unter anderem darum, den rechtlichen Status verschiedener Token klarer zu bestimmen und die Zuständigkeiten der SEC und der Rohstoffaufsicht CFTC eindeutiger voneinander abzugrenzen.

Eine wichtige Verfahrensabstimmung ist für den 15. September vorgesehen. Dafür werden 60 Stimmen benötigt. Ob diese Mehrheit erreicht wird, ist offen.

Warum ist das Gesetz umstritten?

Zu den Streitpunkten gehören unter anderem Anforderungen zur Bekämpfung von Geldwäsche, ethische Regeln für Regierungsvertreter und die Frage, in welchem Umfang Kryptounternehmen Belohnungen auf Stablecoin-Guthaben anbieten dürfen. Auch Vertreter klassischer Banken fordern Änderungen, weil sie Nachteile für Bankeinlagen befürchten.

Was bedeutet die Verzögerung für Krypto-Anleger?

Für Anleger ändern die beiden Verschiebungen zunächst keine bestehenden Regeln. Sie zeigen jedoch, dass zwischen politischen Ankündigungen, regulatorischen Vorschlägen und tatsächlich geltendem Recht klar unterschieden werden muss.

Ein eindeutigerer US-Rechtsrahmen könnte langfristig insbesondere für Kryptobörsen, Token-Anbieter und Verwahrer wichtig werden. Bis zur Verabschiedung und Umsetzung neuer Regeln bleiben jedoch viele Einzelheiten offen.

Quellen

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar.

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